NATO setzt Krieg fort

Kopp Verlag: Die Kämpfe in Libyen schwächen sich ab. Militärquellen berichten, Muammar al-Gaddafi und die Rebellenkommandeure stünden nach zweiwöchigen Geheimverhandlungen kurz vor Abschluss einer ganzen Reihe von Abkommen zur Beendigung des Krieges. Während die Kampfflugzeuge der NATO ihre Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis auch in der Nacht zum Mittwoch, dem 25. Mai, fortsetzten, wurden die Bodenkämpfe bis auf wenige örtliche Ausnahmen in einigen kleineren Kampfzonen, in denen einige wenige Rebellenkommandeure noch ausharren, praktisch eingestellt. Aber in den zuletzt heftig umkämpften Städte Misrata, Brega und Adschabia ist Ruhe eingekehrt, als der Waffenstillstand seine Wirkung entfaltete.
Die Gespräche wurden auf libyscher Seite vom Geheimdienstchef Gaddafis, Abdullah Sanusi, geführt und machten in den beiden letzten Wochen so gute Fortschritte, dass sich beide Seiten dazu entschlossen, mit der Forderung nach einem Waffenstillstand an die Öffentlichkeit zu gehen. Dies veranlasste den libyschen Ministerpräsidenten Al-Bagdadi al-Mahmudi, in einem an führende Politiker der Welt gerichteten Brief eine von der UN überwachte Feuerpause vorzuschlagen. Er erklärte, das Gaddafi-Regime sei bereit, ohne Vorbedingungen Gespräche mit den Rebellen aufzunehmen, eine allgemeine Amnestie für beide Seiten zu verkünden, eine neue Verfassung auszuarbeiten und eine neue Form der Regierung einzurichten. Aber zunächst müssten die Kämpfe eingestellt werden. Zu eventuellen Rücktrittsabsichten Gaddafis äußerte er sich nicht. mehr beim KV…