Kommentar: Jeden Tag fügt sich ein neuer Teil in das große Bild. Auch wenn es zu einer demokratischen Wahl im Herbst kommen wird, kocht es in Ägypten. Ob dann tatsächlich die Muslimbruderschaft die absolute Mehrheit im Parlament übernimmt, oder sich die derzeitige Militärregierung dem Willen des ägyptischen Volkes stellt, ist unerheblich. Es läuft in beiden Fällen darauf hinaus, das Ägypten eher früher als später mit Israel brechen wird und sich in eine ideologische Reihe mit dem Iran stellt.

Das Szenario, daß dem TAG X vorausgeht, scheint sich täglich immer mehr zu bewahrheiten. Gerade heute muss also der Blick in den Nahen Osten geworfen werden. Sollte tatsächlich ein neuer, in der Folge weltweiter Krieg an der arabisch-israelischen Grenze ihren Anfang finden, müssen sich auch deutsche Patrioten auf das Schlimmste gefasst machen.

Nachfolgend ein Bericht über die gestrige Massendemonstration in Kario. Beachtet bitte, daß es eine Nachricht des iranischen Staatsfernsehens ist. Alleine die Häufung jener Meldungen in den letzten paar Wochen deuten jedoch auf den tatsächlichen Ernst der Lage hin, sodaß davon ausegangen werden kann, daß die Informationen größtenteils korrekt sind.

 Tausende ägyptische Demonstranten haben sich vor der israelischen Botschaft in Kairo versammelt, umeinen sofortigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Tel Aviv zu fordern

Nach den Freitagsgebeten versammelten sich nochmals mehrere hundert wütende Demonstranten auf Kairos bereits historischen Befreiungsplatz. Sie machten ihrem Zorn gegenüber Tel Aviv Luft, indem sie israelische Flaggen verbrannten und die Befreiung Palästinas, sowie die Abreise des israelischen Botschafters forderten.

Die Demonstranten verlangten, daß die ägyptische Regierung alle Bünde mit Israel abbrechen und sofort die Öllieferungen nach Tel Aviv stoppen soll.

Die neueste Flut an Demonstrationen stellt sich in eine Reihe mit den großen Protesten, die zu dem Sturz der jahrzehntelangen Diktatur unter Hosni Mubarak führten.

Die Entwicklungen nahmen vor allem dann Schub auf, als Mubarak Gewalt gegen die Aufwiegler in Betracht zog. Ein ägyptischer Staatsanwalt gab jüngst bekannt, daß der Ex-Präsident auch an gezielte Hinrichtungen dachte.

Die Demonstranten drohten, mit den massiven Protest-Aufmärschen weiterzumachen, sollte die aktuelle Regierung nicht sofort alle Beziehungen mit dem israelischen Regime beenden.

Unter dem US-gestützten Regime Mubaraks hatte Ägypten kontinuierlich darauf geachtet, israelischen Interessen und Zielen zu dienen, indem man z.B. dabei half, eine lähmende Handelsblockade für den ohnehin schon völlig verarmten Gazastreifen durchzusetzen, nachdem die 2007 demokratisch gewählten Hamas die Regierung über das Gebiet antraten.

Nun fordern die Ägypter die Militärregierung auf, Israel sich selbst zu überlassen und die Blockade des belagerten Gazastreifens abzubrechen.

Ägyptens politische Parteien sagen, daß die Gaza-Blockade nur Israel und den USA dient und eine Gefahr für die regionale Stabilität und Unabhängigkeit darstellt.

Darüber hinaus riefen die Protestler dazu auf, die ehemals Mubarak dienenden Beamten strafrechtlich zu verfolgen.

Übersetzung von DerKristall.wordpress.com