Kommentar: Solche Warnungen kommen nun immer öfter aus Rußland und sind überaus ernst zu nehmen. Rußland sieht sich schon seit Jahren immer stärker von den Amerikanern bedrängt. Die USA kippen ihrerseits kanisterweise mehr Benzin ins Feuer, indem sie angebliche Vereinbarungen nicht einhalten und sich ganz klar versuchen Militärbasen vor der rußischen Haustür aufzubauen. Wem die Situation von der Kuba-Krise her bekannt vorkommt, weiß um die Wichtigkeit der kommenden Entwicklungen bescheid.

PressTV.ir, 05.05.11, Übersetzung von DER KRISTALL.wordpress.com

Moskau warnte die Vereinigten Staaten, nachdem diese entgegen der Abmachungen trotzdem Abfangraketen in Rumänien stationierten.

Erst vor ein paar Tagen kündigten die USA und Rumänien an, daß die amerikanischen Raketensysteme in einem ehemaligen rumänischen Luftwaffen-Stützpunkt in Deveselu errichtet werden.

Rußland sagte, daß diese geplanten Raketenbasen „eine Gefahr für die rußische Strategie der Abschreckung durch Nuklearwaffen“ darstellt (Russia Today, 05.05.11).

Das Rußische auswärtige Amt bezog jetzt Stellung: „Wir bedauern es, sagen zu müssen, daß nun mit dem Bau des europäischen Teils der US-Raketen-Verteidigung fortgefahren wird und die rußisch-amerikanischen Vereinbarungen zwischen Medvedev und Obama absichtlich missachtet werden.“

Weiter wird erklärt, daß Washington weiterhin den „schrittweisen und schleichenden Versuch“ unternimmt, in Europa ein Raketensystem aufzubauen.

Die Pläne dazu veröffentlichte Washington bereits am 17. September 2009.

Rußland warnte, daß es entsprechende Maßnahmen unternehmen würde, sollten die USA und NATO wirklich versuchen ein Raketensystem ohne Moskaus Teilnahme zu installieren.

Die US-Staatssekretärin Ellen Tauscher meinte jedoch am Mittwoch, daß diese Waffenanlagen keine Bedrohung für Rußland darstellen würden.

„Es ist ein System, daß wie NATO verteidigen und – solle Rußland sich entscheiden in einer kooperativen Weise mit uns zusammenzuarbeiten – auch ihm Schutz bieten wird“, sagte sie.

„Wir haben gute Beziehungen mit Rußland. Wir haben gerade erst den Neuen START-Vertrag unterzeichnet und arbeiten gemeinsam an vielen anderen Projekten“, erzählte sie in Rumänien.

Tauscher trifft sich am Donnerstag mit dem rußischen Abgeordneten des Außenministers Sergei Ryabkov.

Rußland war nicht das einzige Land, daß von der plötzlichen US-rumänischen Entscheidung überrascht wurden. Berichten zufolge waren selbst hohe rumänische Staatsbeamte sich nicht der Pläne bewusst und die rumänischen Medien hielten die Meldungen zurück, bis Präsident Traian Basescu sie Dienstagnacht veröffentlichte.

Quelle/Foto: PressTV.ir

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