seite3ch: In den letzten Tagen trafen sich rund 40 Vertreter von Regierungen, UNO und NATO in London, um die Zukunft Libyens zu bestimmen. Oder anders gesagt: Wie die Beute aufgeteilt wird. Denn zur Libyenkonferenz wurde Gaddafi nicht eingeladen. Denn es geht um einen möglichst schnellen Return of Investment. Vor allem den Amerikanern, die insgesamt eine Milliarde Dollar in den Krieg investierten.

Wenn man mal den ganzen Propaganda-Schmus wie „humanitärer Einsatz“, „für den Frieden“ oder „für die Demokratie“ weglässt, geht es auch beim Libyenkrieg um Geld. Viel Geld. Zumindest wäre es der erste Krieg, bei dem es nicht darum gehen würde. Der Grund für den Angriff der Verbündeten war in erster Linie das Öl. Denn Gaddafi plante, die Ölfelder zu verstaatlichen und unabhängig von künstlich niedrig gehaltenen Förderabkommen Öl auf den Markt zu pumpen. Das meldete die Nachrichtenagentur „Reuters“ am 29. Januar 2009. Nun bilden ausgerechnet jene Länder die Allianz gegen Libyen, die zuvor die Hauptabnehmer des libyschen Öls waren. Wieder mal nur Zufall?

An der aktuellen Libyenkonferenz in London ging es darum, die Beute zu verteilen. Denn die Investitionen der Verbündeten sind gigantisch. Bereits jetzt kostete der Libyen-Krieg die USA weit über eine halbe Milliarde Dollar, eine ganze soll es sein, wenn die militärische Intervention vorüber ist. Sogar das Pleite-Griechenland investiert rund 10 Millionen Dollar in den Libyen-Krieg.

Da fragt man sich natürlich: Warum geben ausgerechnet Länder, denen es im Land selbst an allen Ecken mangelt, Schulen, Feuerwehren und Polizeistationen geschlossen werden müssen, Geld für einen Bürgerkrieg aus, der sie eigentlich gar nichts angeht?
Quelle und weiter: seite3.ch/Libyenkonferenz+Aufteilung+der+Beute