Vorbei mit der Freundschaft: Nicht mal mehr zu Berlusconi habe er Kontakt, so Gaddafi

andere Sicht über die Situation von Libyen mit Muammar Gaddafi

Gaddafi über „Europas Verrat“ geschockt

TRIPOLIS – Er giesst noch Öl ins Feuer. Muammar al- Gaddafi fühlt sich von Europa im Stich gelassen. Blick, 15.03.2011

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sich über den «Verrat» Europas geschockt erklärt. «Ich bin wirklich über das Verhalten meiner europäischen Freunde geschockt.»

Auf diese Weise hätten die europäischen Staaten ernsthaft eine Reihe von Abkommen über die The-men Sicherheit und wirtschaftliche Kooperation gefährdet, «die in ihrem Interesse waren», sagte Gaddafi in einem exklusiven Interview mit der Mailänder Tageszeitung «Il Giornale».

Auch von Berlusconi im Stich gelassen

Gaddafi fühle sich auch von dem italienischen Premierminister Silvio Berlusconi verraten, mit dem er eine gute Freundschaft und eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit aufgebaut hatte. «Ich weiss nicht, was ich Berlusconi sagen soll. Ich bin vollkommen schockiert und fühle mich verraten. Ich habe keinerlei Kontakte mehr weder zu Italien noch zu Berlusconi», sagte Gaddafi. Den fran-zösischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nannte er „geistesgestört“.

Der 69-Jährige warnte vor der Gefahr einer riesigen Flüchtlingswelle in Richtung Europa.

«Wenn statt einer stabilen Regierung, die Sicherheit garantiert, Banden mit Verbindungen zu Osama bin Laden die Führung des Landes übernehmen, werden sich die Afrikaner in Massen in Richtung Europa in Bewegung setzen. Das Mittelmeer wird ein Meer des Chaos werden», betonte Gaddafi.

«Ich bin anders als Mubarak und Ben Ali»

Er habe keine Absicht, sein Land zu verlassen. Er habe nichts mit dem tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali und mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak gemeinsam, die geflüchtet seien. «Ich bin anders als sie. Die Leute sind auf meiner Seite und geben mir Kraft. Ich habe keine Angst», so Gaddafi. (SDA)

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Den letzten Satz sollten wir uns auf der Zunge zergehen lassen… Gibt es denn in Europa einen Politiker, welcher so sprechen würde? Vielleicht noch in der Schweiz?

Wir sollten wirklich realisieren, dass die Reporter ihre vorgeschriebene Aufgabe wahr neh-men, nämlich „unerwünschte Personen“ jeweils so zu fotografieren, „dass die Leser und Zuschauer ihrer Pamphlete sofort erkennen was dies für Despoten sind“. Auf diesen Trick bin ich bei Bildern von Gaddafi auch herein gefallen – Entschuldigung! Als ich aber kürzlich die folgenden Informationen aus zuverlässigen, unverdächtigen Quellen erhielt, musste ich meine Meinung über Gaddafi grundsätzlich ändern. Ich konnte mir ohnehin gar nicht zusam-men reimen, wie es möglich ist, dass ein „Despot“ wie Gaddafi eine so feine, flotte Ehefrau und so tüchtige, hübsche Söhne und Töchter hat…

Thyl Steinemann

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Quelle und weiter:
http://www.7stern.info/X_Botschaftenseiten/201101-03_Januar-Maerz/20110321_Das_wahre_Libyen.htm