Kopp Verlag: Noch beachtet niemand die kleine Insel im Mittelmeer, doch sie könnte bald schon in den Mittelpunkt des Interesses rücken, wenn ihr das gleiche Schicksal droht wie Griechenland – der Staatsbankrott
Bisher hat die Mainstreampresse den kleinen Inselstaat im Mittelmeer ignoriert, der erst im Jahr 2008 in die Europäische Währungsunion aufgenommen wurde. Das könnte sich aber bald ändern, denn das Wirtschaftswachstum und die Finanzstabilität hängen stark von der Entwicklung in Griechenland ab, das immerhin 22 Prozent der zyprischen Exporte abnimmt und somit der größte Handelspartner ist.
Geht es also Griechenland schlecht, ist auch Zypern in ernster Gefahr – und die Zeichen stehen auf Sturm: Anlass zur Sorge geben die steigenden Defizite und Schulden und die schon angesprochene enge Verflechtung der zyprischen Wirtschaft mit dem maroden Griechenland, dessen BIP 2010 um 4,2 Prozent und 2011 um weitere drei Prozent schrumpfen wird. Die zyprische Wirtschaft läuft also Gefahr, in den griechischen Sog zu geraten. Zudem sind die zyprischen Banken mit hohen Risiken konfrontiert, weil sie sich sehr in ihrem Nachbarland engagieren. Die Beteiligung der zyprischen Geldinstitute entspricht rund dem 2,5-Fachen der Wirtschaftsleistung der kleinen Mittelmeerinsel.  mehr beim KV…