politaia.org: Washington wird mit der Wut der Tunesier konfrontiert – Voltairenet.org
Thierry Messsan von Voltairenet.org ist der Meinung, dass die tunesiche Revolution nicht von der CIA und ihren Kumpeln geplant war, sondern dass diese sehr schnell reagierten, um die Angelegenheit in die “richtige” Richtung zu manövrieren.

Während die westlichen Medien die “Jasminrevolution” feiern, deckt Thierry Meyssan den US-Plan auf, den Ärger der Tunesier zu dämpfen und ihre rückwärtige und unauffällige CIA– und NATO-Basis zu retten. Nach seiner Meinung geht der Aufstand weiter und könnte sehr schnell in eine richtige Revolution ausarten, sehr zum Mißfallen der westlichen Globalisten.
Die Mächtigen fürchten politische Aufstände, die ihrer Kontrolle entgleiten und versuchen, diese auszubremsen. Die Vorgänge in Tunesien sind dabei keine Ausnahme, ganz im Gegenteil. Hier in kurzen Worten, was Meyssan zum Ablauf der Ereignisse meint:

  1. Washington erkannte, dass Ben Ali in Schwierigkeiten war und nicht gerettet werden konnte. Deshalb entschied man, die Rebellen zu organisieren.
  2. In Washington entschied man, die Medien in Tunesien und im Ausland zu benutzen, um die Richtung der Revolution zu dirigieren. Fokus der Medien sollten soziale Belange, die Vetternwirtschaft Ben Alis und die Zensur der Presse sein. Auf keinen Fall sollte die Tatsache ans Licht kommen, dass Tunesien als Basis der NATO und der CIA dient.
  3. Am 30. Dezember verbreitete der private Fernsehsender TV Nesma Berichte über die Unruhen und organisierte eine Debatte über den Übergang zu einer Demokrtaie. Nesma TV ist zum Teil in Besitz von Berlusconi.
  4. Zur gleichen Zeit wurden US-Agenten, deutsche Agenten und serbische Agenten nach Tunesien gesandt, um den Aufstand zu steuern. Die Experten lieferten den Randalierern die Parolen. Dabei wurde die Taktik der “Farbenrevolution” eingesetzt, welche vom Albert-Einstein-Institut entwickelt wurde.
  5. Am 2. Januar 2011 hackte die CIA die offizielle Webseite des Premierministers.
  6. Am 13. Januar wurde der Stabschef der Armee, General Rashid Ammar, von AFRICOM-Kommandeur General William Ward kontaktiert.
  7. Ben Ali ergreift die Flucht.
  8. Die organisierten Medien führen den Begriff “Jasminrevolution” ein. Dieser Begriff wurde von der CIA schon während des Staatsstreichs 1987 benutzt, als sie Ben Ali an die Macht brachte.
  9. Wir vergessen mal den guten Bericht des IWF-Direktors Strauss-Kahn über Tunesien und vergessen auch den Bericht von Transparency International. In diesem wurde bestätigt, dass Tunesien weniger korrupt sei, als Staaten der EU, wie Italien, Rumänien oder Griechenland.
  10. Ahmed Najib Chebbi, ein Werkzeug des National Endowment for Democracy, wird Minister für Regionalentwicklung.
  11. Amanou Slim, ein Blogger, der die Methoden des Albert-Einstein-Instituts anwendet, wird Staatssekretär für Jugend und Sport.
  12. Der wahre Sitz der Macht ist nicht mehr der Palast der Republik, sondern die Botschaft der Vereinigten Staaten. Diese liegt außerhalb von Tunis und ist ein riesiger, hoch abgesicherter Bunker, der die Zentralen für die CIA und die MEPI Nordafrika* beherbergt.
  13. Der Islamist Rachid Ghannouchi bereitet seine Ankunft aus London vor.

Quelle und weiter:  politaia.org/politik/washington-wird-mit-der-wut-der-tunesier-konfrontiert