ASuR: Hier eine Aufzeichnung eines Gespräches zwischen dem Vorsitzenden der People’s Bank of China, Zhou Xiaochuan, und dem Präsidenten des Federal Reserve System, Ben Bernanke, das uns zugespielt wurde.

Xhou: Nein, hier ist nicht Ihr Chinese um die Ecke, hier ist der Vorsitzender der People’s Bank of China, Zhou Xiaochuan, aus Peking. Sie wissen, der, der Ihre ganzen Treasury Notes kauft und grösster Gläuber ist.

Xhou: Ich will Ihnen nur unseren Beschluss der letzten Ratssitzung mitteilen, nach dem wir mit dem Vorsitzenden des Staatsrates und mit dem Staatschef Hu Jintao uns beraten haben. Ich hoffe Sie sitzen.

Xhou: Sie können Ihren Plan, für 600 Milliarden Dollar Treasury Notes zu kaufen, aufgeben.

Xhou: Nein, wegen der amerikanischen Staatsverschuldung.

Ben: Was ist mit der?

Xhou: Die ist viel zu hoch.

Ben: Sie tönen wie Ron Paul.

Xhou: Ach ja, Kongressabgeordneter Ron Paul. Ich habe gehört, er wird der Vorsitzende des Finanzausschusses. Mit ihm werden Sie noch interessante Diskussion führen.

Ben: Oh … da rede ich lieber mit Ihnen über die Verschuldung.

Xhou: Wir haben festgestellt, ein Rückkauf der Treasury Notes in Höhe von 600 Milliarden durch Quantitive Easing, also mit Gelddrucken, wird die Verschuldung erhöhen und gleichzeitig die Zinsen senken.

Ben: Ja, das denken wir auch. Niedrige Zinsen sind gut.

Xhou: Aber wir besitzen Staatsschulden von Euch in Höhe von 1 Billion Dollar.

Ben: Ja, Ihr solltet noch mehr davon kaufen.

Xhou: Aber wenn der Kurs des Dollar fällt, dann haben wir einen Wertverlust.

Ben: Und? Ihr solltet trotzdem mehr kaufen.

Xhou: Wir haben entschieden weniger zu besitzen.

Ben: Ach ja, wie viel weniger?

Xhou: 600 Milliarden weniger.

Ben:

Xhou: Dr. Bernanke? … Ben? … sind Sie noch da?

Ben: Ja, bin noch da. Mir ist nur der Hörer aus der Hand gefallen.

Xhou: Wir haben entschieden, jedes mal wenn die Fed ihre monatlichen 75 Milliarden an Treasury Notes kauft, werden wir für 75 Milliarden welche verkaufen.

Ben: Das ist aber nicht Ihr Ernst? Das würde die Zinsen steigen lassen.

Xhou: Ja, aber denken Sie daran, wir besitzen sehr viel von Euren Staatsschulden. Wir müssen eine bessere Verzinsung haben.

Ben: Aber höhere Zinsen würden zu einer Rezession in den USA führen.

Xhou: Eine Rezession ginge ja noch, das wäre eine Verbesserung. Sie sind in einer tiefen Depression, die bald im Staatsbankrott endet.

Ben: Unmöglich, wir kaufen uns da raus, mit Quantitive Easing.

Xhou: Unmöglich. Wir denken es ist besser für uns, weniger von Euren Schulden zu besitzen, die nie und nimmer zurückgezahlt werden können.

Ben: Ach, haben sie keine Angst. Wir sind ja bei uns selber verschuldet.

Xhou: Nein, im Gegenteil, ihr schuldet es uns.

Ben: Das war nur bildlich gesprochen.

Xhou: Klar. Wir werden am Schluss auf einem Berg an wertlosen Schuldscheinen sitzen.

Ben: Ach was, die sind so gut wie Gold.

Xhou: Da ihre Papiere null Zinsen bringen, denken wir Gold ist besser.

Ben: Aber Gold kann man nicht essen.

Xhou: Die Treasury Notes auch nicht.

Ben: Aber wenn Ihr Dollars verkauft, fällt der Preis.

Xhou: Super, jetzt haben Sie es endlich kapiert.

Ben: Aber wenn Ihr Treasury Bonds verkauft, kann das eine Lawine auslösen. Die Zentralbanken der ganzen Welt würden auch damit anfangen.

Xhou: Das ist möglich.

Ben: Aber damit verringert sich der Wert Eures Bestandes noch mehr.

Xhou: Das stimmt. Wenn wir sehen, die Japaner verkaufen, dann werden wir alles was wir haben auf den Markt werfen, um das Zeug loszuwerden, bevor der grosse Ansturm kommt.

Ben: Aber das gebe einen Crash des Dollar!

Xhou: Das ist möglich.

Ben: Sie bluffen.

Xhou: Das ist möglich. Aber nur um Sie nochmal auf unseren Beschluss hinzuweisen, wir werden Treasury Notes jeden Monat in gleicher Höhe wie Sie kaufen, verkaufen.

Ben: Dollar für Dollar?

Xhou: Wenn Sie Ihre Schulden mit Geldrucken kaufen, werde Sie einen ganz anderen Zweitname von uns bekommen.

Ben: Welchen denn?

Xhou: Papiertiger.