Kopp Verlag: Die »Ersatz-D-Mark«
Aufgrund der Euro-Krise legen immer mehr Investoren ihr Geld in Franken an. Doch die Aufwertung der eidgenössischen Währung wird für die Schweizerische Nationalbank immer mehr zum Problem.
In der Euro-Krise ist ein harter Franken für die Schweizerische Nationalbank Fluch und Segen zugleich. Kurz vor Weihnachten ist der Wechselkurs zum Euro auf weniger als 1,25 Franken gefallen. Zu Beginn des Jahres 2010 hatte das Verhältnis noch 1,50 Franken betragen. Der Euro hat in dieser Zeit also über 16 Prozent gegenüber der eidgenössischen Währung verloren. Nur durch die Drohung der Schweizerischen Notenbank (SNB), notfalls in den Markt einzugreifen, konnte eine noch höhere Aufwertung verhindert werden.

Zwischenzeitlich mutiert der Franken zu einer Art »Ersatz-D-Mark«, weil Investoren einen sicheren Hafen suchen. Wenn sich die Euro-Krise in diesem Jahr noch verschärft, könnte die Gemeinschaftswährung sogar auf 1,10 Franken verfallen.   mehr beim KV…