ASuR: US-Finanzminister sagt, die USA ist bald zahlungsunfähig
Am 6. Januar 2011 schrieb US-Finanz- minister Timothy F. Geithner einen Brief an den US-Senat. Darin bittet er darum, das Schuldenlimit zu erhöhen. Sollte es nicht erhöht werden, warnte er, werden die Vereinigten Staaten zahlungsunfähig sein.

Der Brief wurde an den Mehrheitsführer des US-Senats, Harry Reid, adressiert und Geithner schreibt zu Beginn … Ich schreibe als Antwort auf ihre Anfrage für eine Schätzung des Finanzministeriums, wann das gesetzliche Schuldenlimit erreicht wird und was für Konsequenzen eine Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten bedeuten würde.

Er schreibt dann weiter, das genehmigte Schuldenlimit liegt bei 14,29 Billionen Dollar (ja 14’290 Milliarden). Bis jetzt sind davon 13,95 Billionen erreicht, also gibt es noch einen „Spielraum“ von 335 Milliarden. Laut US-Schatzamt wird das Schuldenlimit bereits so früh wie den 31. März, aber spätestens bis 16. Mai 2011 überschritten. Es ist deshalb dringend notwendig, dass der Kongress im ersten Quartal dieses Jahres das Limit erhöht.

Sogar wenn der Kongress sofort tiefe Einschnitte in den Ausgaben vornimmt und zu der Grössenordnung des Jahres 2008 zurückkehrt, würde die Überschreitung des Schuldenlimits sich nur um zwei Wochen verzögern. Das Limit muss trotzdem deshalb erhöht werden, damit der Staat nicht zahlungsunfähig wird und seine Verpflichtungen nachkommen kann, schreibt Geithner.

Sollte der Kongress nicht handeln, dann werden folgende Konsequenzen eintreten:

– Das Schatzamt wird gezwungen sein alle Zahlungsverpflichtungen der Vereinigten Staaten einzustellen, was einen katastrophalen Schaden an der Wirtschaft verursachen würde, viel schlimmer als die Finanzkrise 2008 und 2009.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: US-Finanzminister sagt, die USA ist bald zahlungsunfähig


siehe auch beim Kopp Verlag:  USA: die Angst vor der Katastrophe

F. William Engdahl

Vor einigen Tagen hat US-Finanzminister Timothy Geithner erstmals öffentlich über den drohenden Staatsbankrott der Vereinigten Staaten gesprochen. Fast alle Europäer waren in den vergangenen Wochen durch die Euro-Schwäche ganz auf sich selbst konzentriert. Dabei ist die Lage in den USA weitaus dramatischer als in Europa. Verschuldung und Defizite geraten außer Kontrolle.

mehr …