Kopp Verlag: Adolf Hitler – »geboren« in Versailles? (7)

Michael Grandt – Der »Friedensvertrag« von Versailles gilt in den Augen politisch korrekter Geschichtswissenschaftler nicht als Grund für Hitlers Aufstieg, sonst könnte ja der Schluss gezogen werden, dass dessen Erfolg durch die unmenschlichen Bedingungen der Alliierten ermöglicht worden wäre, was die gängige Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen würde – und doch spricht vieles dafür.

In dieser Folge: Versailles – Das finale Verbrechen an den Deutschen

Vorbemerkung:
Wir sind immer noch massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt. Das gilt besonders für die Zeit zwischen 1914 und 1945 und speziell für das Dritte Reich. Überaus eifrig damit beschäftigt, uns die »Wahrheit« näherzubringen, ist dabei der mit vielen Aufzeichnungen und Preisen geehrte Prof. Dr. Guido Knopp, der zwischenzeitlich fast alle Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden, betreut. Aber auch seine Bücher sind überaus erfolgreich, obwohl sie für einen Historiker der wahre Albtraum sind: häufig keine Fußnoten, keine Quellenangaben und Zitate, die einfach so im Raum stehen. Nicht umsonst bemängeln Kritiker, dass die Knoppsche Geschichtsdarstellung zu oberflächlich sei und die Zusammenhänge stark vereinfacht werden. Doch wie kaum ein anderer Historiker beeinflusst Knopp mit seinen Dokumentationen und Büchern die Meinung der Menschen. Zeit also, ihm und seinen Mainstream-Kollegen auf die Finger zu schauen und ihre Behauptungen unter die Lupe zu nehmen. In unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb zu diesem Thema Artikel veröffentlichen.

Ich agiere dabei als Journalist und fühle mich nichts anderem als der objektiven Recherche verpflichtet. Der Leser kann sich so ein eigenes Bild machen. Kritikern sei angeraten, nicht polemisch zu reagieren, sondern die angegebenen Quellen zu widerlegen.


Versailles – das finale Verbrechen an den Deutschen

Den Alliierten reichten die enormen Reparationen und Gebietsverluste, die sie dem Deutschen Reich abpressten, jedoch nicht aus. Mit dem »Kriegsschuldparagrafen«, der die Alleinschuld Deutschlands für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zementierte und der angesichts der Tatsachen eine Ungeheuerlichkeit darstellte, erniedrigten sie die geschundene Volksseele zusätzlich.

Einige Zeitgenossen erkannten schon damals die ungeheuerliche Sprengkraft, die in diesem Vertragsdiktat steckte. Der deutsche Außenminister Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau sagte: »Der lange Vertragstext wäre ganz unnötig gewesen. Sie hätten auch einfach schreiben können: Deutschland gibt sein Recht zu existieren auf.« (1)

Konstantin Fehrenbach vom katholischen Zentrum prophezeite: »Dieser Vertrag ist die Verewigung des Krieges.« (2)

Und auch der eher deutschfeindlich gesinnte Winston Churchill kritisierte den Vertrag in seinem Buch Der Zweite Weltkrieg: »Die wirtschaftlichen Bestimmungen des Vertrages waren so bösartig und töricht, dass sie offensichtlich jede Wirkung verloren. Deutschland wurde dazu verurteilt, unsinnig hohe Reparationen zu leisten. Diese Diktate drückten sowohl die Wut der Sieger aus wie den Irrtum ihrer Völker, die nicht begriffen, dass keine besiegte Nation oder Gemeinschaft die Kosten des modernen Krieges ersetzen kann.« (3)

Einer der scharfsinnigsten Denker des 20. Jahrhunderts, der angloamerikanische Anthropologe, Biologe, Sozialwissenschaftler, Kybernetiker und Philosoph Gregory Bateson (1904–1980), analysierte das Zustandekommen des Vertrages von Versailles in einer Vorlesung am Sacramento State College. (4) Es lohnt sich an dieser Stelle einige längere Passagen daraus zu zitieren, da Bateson nicht unter den Verdacht gestellt werden kann, Geschichtsrevisionismus zu betreiben (Hervorhebungen durch mich): »Wenn wir also wirklich wissen wollen,  welches die wichtigen Punkte in der Geschichte sind, müssen wir uns fragen, welches die historischen Augenblicke sind, in denen Einstellungen verändert wurden. Dies sind die Momente, in denen Menschen aufgrund ihrer früheren ›Werte‹ verletzt werden (…) … Die meisten von Ihnen werden wahrscheinlich kaum wissen, wie der Vertrag von Versailles zustande kam. Die Sache ist sehr einfach. Der Erste Weltkrieg zog sich immer weiter in die Länge (…) An diesem Punkt hatte George Creel, ein Mann aus der  Öffentlichkeitsarbeit, (…) die Idee: Die Idee war, dass die Deutschen vielleicht aufgeben würden, wenn wir ihnen milde Waffenstillstandsbedingungen anböten. Er setzte also eine Reihe von milden Bedingungen auf, nach denen keine Strafmaßnahmen erfolgen sollten. Diese Bedingungen wurden in 14 Punkten abgefasst. Diese ›14 Punkte‹ leitet er an Präsident Wilson weiter. Wenn man jemanden täuschen will, ist es besser, die Mitteilung durch einen ehrlichen Mann übergeben zu lassen. Präsident Wilson war ein fast krankhaft ehrlicher Mann und ein Philanthrop. Er führte die Punkte in einer Anzahl von Reden genau aus: Es sollte ›keine Annektionen, keine Kriegssteuer, keine Bußen …‹ und so weiter geben. Und die Deutschen ergaben sich. Wir, die Briten und Amerikaner – besonders aber die Briten –, setzten natürlich die Blockade gegenüber Deutschland fort, weil wir nicht wollten, dass sie überheblich würden, bevor der Vertrag unterzeichnet war. Sie mussten also noch ein weiteres Jahr hungern…….

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