kopp verlag – Andreas von Rétyi: In den vergangenen Tagen und Wochen haben sich auf den beiden Riesenplaneten Jupiter und Saturn einige interessante Veränderungen abgespielt – das Wetter schlägt dort gegenwärtig seine Kapriolen, ähnlich wie auch hier auf der Erde.
Das Bild der beiden größten Planeten des Sonnensystems hat sich wieder einmal gewandelt. Dabei fand die wohl auffallendste Veränderung bereits im Jahr 2009 statt, als sich das dunkle Südliche Äquatorialband (SEB) des Jupiter scheinbar im Nichts auflöste. Es zählt an sich zu den bekanntesten Merkmalen dieser gigantischen Gaskugel, die rund 1.400 Erden aufnehmen würde. Das SEB umgürtet den Planeten auf den gleichen Breitengraden, in denen auch der berühmte Große Rote Fleck angesiedelt ist, bekanntlich ein uralter Wirbelsturm von der Ausdehnung der Erdoberfläche. Auch er wandelt sein Aussehen mit der Zeit und verblasst gelegentlich. Derzeit zeigt er sich allerdings in einem intensiven Rot und hebt sich dadurch deutlich von der jetzt sehr hellen Umgebung ab. Er scheint regelrecht im Freien zu schweben. Im November 2010 aber begannen sich in jener Zone merkliche Veränderungen abzuspielen. Das Zigtausende Kilometer lange Wolkenband scheint bald zurückzukehren. Astronomen haben ähnliche Vorgänge auf Jupiter bereits wiederholt beobachtet, denn immer wieder mal lösen sich jene an sich langlebigen Wolkenstrukturen auf, um dann nach einiger Zeit der Abstinenz erneut aufzutreten. Das Bild normalisiert sich erstaunlicherweise wieder – ein fast unvorstellbares Phänomen angesichts der gewaltigen Umwälzungen.

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