seite3.ch: So wurden wir in diesem Jahrzehnt verarscht: Der «War on Terror»
Morgen endet nicht nur ein Jahr, sondern auch ein Jahrzehnt. Es war das Jahrzehnt des Kriegs gegen Terror, den George W. Bush am 20. September 2001 vor dem amerikanischen Kongress verkündete. Dies rechtfertigte offizielle Armee-Einsätze in Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Jemen etc, legitimiert Foltergefängnisse, willkürliche Entführungen und forderte bis jetzt weit über eine Million Menschenleben.

Der vage gehaltene „Krieg gegen den Terrorismus“ erlaubte es der Bush-Administration seit 2001 in jedes Land einzumarschieren, in das sie wollten. Und sie wollten vor allem nach Afghanistan, obwohl Osama Bin Laden Saudi ist. Doch dem Volk verkaufte man die Afghanistan-Invasion damit, dass sich dort Osama in einer Höhle verstecken würde. Doch der Grund war ein anderer: Zum einen wollte man eine Pipeline vom Kasachischen Becken zum Indischen Ozean bauen, um Zugang zu den grossen Erdölfelder südlich von Russland zu haben. Doch die Taliban, die noch bis kurz vor 9/11 von der CIA finanziell unterstützt wurden, wollten das verhindern. Ausserdem schränkten die Taliban die Opiumproduktion ein. Doch der weltgrösste Drogenhändler, die CIA, wollte das nicht zulassen. Mit Erfolg. Heute ist die Opiumproduktion in Afghanistan so hoch wie noch nie.Auch der zweite Golfkrieg war keine „Befreiungsaktion“ der Iraker, sondern ein Griff nach den gigantischen Ölreserven im Irak. Aber das ist heute jedem klar, ebenso, dass der Grund für den Einmarsch eine Lüge war. Aber hey, wer will schon so kleinlich sein.

Vom Krieg gegen den Terror profitiert vor allem der industriell-militärische Komplex, der mit Cheney und Rumsfeld quasi eine eigene Regierung hatte und mit Obama immer noch hat. Die Gewinne der Rüstungsindustrie waren in den letzten Jahren gigantisch, es flossen und fliessen  immer noch Abermilliarden von Dollar. Und nicht nur die Kaputtmachindustrie bediente sich am Goldtopf, der für den „Krieg gegen Teror“ bereitgestellt wurde. Auch zahlreiche Unternehmen, von der Bau- bis zur Sicherheitsbranche, verdienen am „Wiederaufbau“ im Irak soviel Geld wie noch nie zuvor.

Profitiert hat auch die amerikanische Regierung und die Geheimdienste mit dem unmittelbar nach 9/11 präsentierten „Patriot Act“. Damit hat die Exekutive der USA die Möglichkeit, jeden ohne Gründe zu Vernehmen, Hausdurchsuchungen durchzuführen und jeden ohne Begründung zu inhaftieren.
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