seite3.ch: So wurden wir 2010 verarscht. Das Erdbeben
Auch schon wieder ein Jahr her, das grausige Erdbeben in Haiti, bei dem Abertausende Menschen starben. Gross war das Entsetzen, gross die Spendenbereitschaft. Alleine in der Schweiz wurden über 65 Mio. Franken gespendet. Doch die meisten Spenden kamen nie an, Milliarden Dollar sind „einfach“ verschwunden. Dafür schleppten NATO-Soldaten die Cholera ein, Haiti versinkt im Chaos und wird immer noch von den Amerikanern besetzt.
Zufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht. Wie bereits zufällig am 11. September 2001 Terrorübungen stattfanden, in der zufälligerweise auch zwei Flieger in das World Trade Center flogen, probte das US-Militär einen Tag vor dem Erdbeben in Haiti ein Notfallszenario für eine Naturkatastrophe in Haiti. Entweder die US-Militärs sind Propheten oder aber es passieren zufälligerweise immer dann schrecklichste Szenarien, während das US-Militär grade eine Übung veranstaltet. Oder noch viel schrecklicher: Die Szenarien sind keine Zufälle. Genau einen Tag vor dem Erbeben in Haiti, hat das zuständige Militärkommando für die Karibik und Südamerika, Southern Command (SOUTHCOM), mit ihrem Hauptquartier in Miami, ein entsprechendes Notfallszenario bereit gehabt. Der Notfall auf den sie sich vorbereiteten, war auf Folgen nach einem Hurrikan in Haiti zu reagieren.

Am Montag den 11. Januar war Jean Demay, der technischer Manager der DISA, zu Besuch im Hauptquartier von SOUTHCOM in Miami, um ein System zu testen, welches die Unterstützung im Falles eines Hurrikans in Haiti liefern würde. Die DISA (Defense Information Systems Agency) war beauftragt für SOUTHCOM einen Desasterplan auszuarbeiten und Jean Demay war verantwortlich den Test durchzuführen. Nach Ablauf des Tests am 11. Januar war das System parat für «Hilfeleistungen» im Katastrophenfall auf Haiti.
Als das Erdbeben am 12. Januar Haiti getroffen hat, wurde von SOUTHCOM entschieden mit dem System am 13. sofort „live“ zu gehen, welches nur zwei Tage vorher in Miami getestet wurde. Dieses Projekt hatte eine Entwicklungszeit von drei Jahren. Was für ein Zufall, dass das Informationsnetzwerk, welches die multilaterale Zusammenarbeit zwischen Bundesbehörden und nicht staatlichen Organisationen zu ermöglicht, auf den Tag genau fertig wurde. Wie man ein Erdbeben auslöst, ist ja auch längst kein Geheimnis mehr, seit die Öffentlichkeit immer mehr über HAARP erfahren hat. Gleich nach dem Erdbeben, hat die DISA die Hauptrolle in der Unterstützung von SOUTHCOM aufgenommen, die von der Obama-Regierung als die “führende Behörde“ im amerikanischen Hilfsprogramm für Haiti designiert wurde.  Die Behörde hat komplett versagt.

Weit über eine Milliarde Dollar Spendengelder für die Opfer in Haiti sind in korrupten Netzen hängengeblieben. Das ist beinahe ein Drittel aller bisherigen Spenden. Wo das Geld hin ist, weiss niemand. Nun weiss man auch, warum George W. Bush die Leute aufforderte: „Just send your cash“.

Wie erklärt man einem Kind, dass sein geopfertes Sparsäuli für die armen Kinder in Haiti an geldgierige Unternehmen ging, die dank Haiti das Geschäft ihres Lebens machen; und sich auf weitere 10 Milliarden Spenden freuen, die da noch kommen werden. SOS-Kinderdörfer-Chef Wilfried Vyslozil warnt drei Monate nach dem Erdbeben in Haiti vor der Verschwendung von Spendengeldern. Bis Mitte März dürften, so schätzt Vyslozil, „mit den Spenden aus Asien, Russland und dem arabischen Raum 2,5 Milliarden Euro“ weltweit zusammen gekommen sein. Trotz der guten Spendenresonanz schlägt Vyslozil Alarm: Es drohe eine Wiederholung der Fehler, die nach dem Tsunami Ende 2004 in Asien gemacht wurden: „Weil sehr viel Geld vorhanden war, wurde es auch ausgegeben. Mit der Folge, dass die Baupreise explodierten und mit ihr die Korruption der lokalen Eliten. Die betroffene Bevölkerung wurde kaum in den Wiederaufbau eingebunden und weiterhin als Opfer betrachtet.  Zuviel Geld, an dem sich korrupte Politiker bedienen, zu viele ausländische Unternehmen, die den Wiederaufbau leiten, zu wenig Geld, das tatsächlich in Haiti bleibt: So die traurige Bilanz des traurigen Ereignisses.

Quelle: seite3.ch/So+wurden+wir+2010+verarscht+Das+Erdbeben


siehe auch:
So wurden wir 2010 verarscht. Die Ölpest

Samstag, 25. Dezember 2010: Kurz nachdem Halliburton am Bohrloch der BP-Plattform Deepwater-Horizon ihre Betonierungsarbeiten abgeschlossen hatte, flog diese in die Luft. Angeblich liefen dann über Monate Millionen von Liter Öl ins Meer, dem BP mit dem Weltvorrat des Biogifts „Corexit“ entgegenhie …
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