Paragraf 89 VAG 21.06.2010
Liebe Landsleute,
Ich möchte dies einmal weiterleiten, damit jeder sieht was mit den noch bestehenden Versicherungen und vor allem mit der Rente geschehen wird.

… darüber sollten wir einmal nachdenken.
carpe diem
Uwe

Paragraf 89 VAG 21.06.2010

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und liebe Leser,
nachfolgend erhalten Sie einen weiteren Artikel zur Reihe „kurz und bündig“.
Wer seine Altersversorgung aufgebaut hat auf eine Lebensversicherung, das Sparbuch, einen Bausparvertrag etc., kann nicht mehr damit rechnen, irgendwelche Auszahlungen daraus zu erhalten.Banken und Versicherungen sind aufgrund der neuesten Gesetzgebung nicht mehr zu Auszahlungen verpflichtet, wenn dadurch für sie die Gefahr besteht, in Konkurs zu gehen.
In § 89 des VAG heißt es dazu:
„… Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen,Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des
Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.“
VAG § 89 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen
(1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, die Vermeidung des Insolvenzverfahrens aber zum Besten der Versicherten geboten erscheint, so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, binnen bestimmter Frist eine Änderung der Geschäftsgrundlagen oder sonst die Beseitigung der Mängel herbeizuführen. Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. Die Vorschriften der
Insolvenzordnung zum Schutz von Zahlungs- sowie Wertpapierliefer- und – abrechnungssystemen sowie von dinglichen Sicherheiten der Zentralbanken und von Finanzsicherheiten finden entsprechend Anwendung.
(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt. Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höheweiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.
(3) Die Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 können auf eine selbständige Abteilung des Sicherungsvermögens (§ 66 Abs. 7) beschränkt werden.
Kurzkommentar:
Weiter heißt es dort u.a.: „Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird … nicht berührt.“
Also Verpflichtung zur Zahlung, auch wenn keine Leistung erfolgt. Was könnte dies bedeuten, wenn aus der Kann-Formulierung eine Muss-Regulierung wird? Da viele dieser Gesellschaften oftmals in Staat- und Bundesanleihen investiert sind, wird für die Nichtbetroffenen kein Schaden mehr entstehen können. Die Zeche werden die bezahlen, die auf dieser Titanic bis zum Schluss ausgeharrt haben.
Bitte denken Sie selbst darüber nach!
Weitere Artikel erhalten Sie wenn Sie mögen.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe U l l r i c h
Agentur für Wirtschaftsinformationen

Quelle: per mail von Jophiel