ASuR:  Der berühmte französische Fussball- spieler Éric Cantona hat sich dazu geäussert, wie man eine friedliche Systemveränderung durchführen kann. Er sagt, die Banken sind die tragenden Säulen des Systems. Wenn man ihnen das Geld wegnimmt, dann brechen sie zusammen und damit auch das System. So kann man eine Revolution bewirken die friedlicher und wirksamer ist als auf der Strasse zu demonstrieren. Statt das 3 Millionen Menschen in Frankreich protestieren, sollen sie lieber ihr Geld von der Bank abheben, denn dann würde die Politik endlich zuhören. Damit unterstützt er die Stopbanque-Aktion

Hier die Übersetzung seiner Aussage im folgenden Video:Nantes den 8. Oktober 2010

Ich glaube wir können nicht ganz glücklich sein, wenn wir die Armut überall rund um uns sehen. Oder wir leben in einem Kokon, völlig von allem abgeschlossen. Aber es gibt eine Möglichkeit und etwas was wir tun können. Heute ist es wichtig uns zu verteidigen. Aber heute auf die Strasse zu gehen, was soll das? Sie drehen ja alles wieder gegen uns zurück. Heute ist es nicht länger die Art wie wir es machen sollten. Es ist toll über eine Revolution zu reden und sich zu bewaffnen, aber wir können nicht rumgehen und Leute töten.

Eine Revolution kann man ganz einfach umsetzen. Das System ist rund um die Banken aufgebaut, es beruht auf Banken. Deshalb, wenn man das System zerstören will, dann macht man das in dem man die Banken zerstört. Statt das 3 Millionen Menschen auf die Strasse gehen und ihre Dinger schwenken, sollten diese 3 Millionen Menschen zu ihrer Bank gehen und ihr ganzes Geld entfernen. Dann brechen die Banken zusammen.

3 Millionen, 10 Millionen, einfach alle und so gibt es eine richtige Bedrohung und dann gibt es eine echte Revolution. Eine Revolution sollte gegen die Banken gerichtet sein. Es ist nicht kompliziert. Statt auf die Strasse zu gehen und Kilometer mit dem Auto abzuspulen um dort hin zu gelangen, geht zur Bank in eurem Dorf und nehmt das Geld raus. Wenn viele Leute ihr Geld entfernen, dann brechen die Banken zusammen. Keine Waffen keine Blut, nichts, so wie Spaggiari.

(Albert Spaggiari, ein französischer Bankräuber der 1976 in die Société Générale Bank in Nizza über einen Tunnel einbrach und 60 Millionen Franc stahl. Er hinterliess im Tresorraum die Botschaft: „Ohne Waffen, kein Hass noch Gewalt“ um sich damit der Welt als mehr als ein gemeiner Dieb darzustellen.)

Es ist nicht schwierig. Und dann werden sie auf uns anders hören. Den Gewerkschaften muss man manchmal mit Ideen helfen.


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