Bild für Video anklicken

VIDEO „Wilson, die Franzosen, der Völkerbund und das Selbstbestimmungsrecht“:

Get the Flash Player to see this video.

Gemäß den Verträgen von Versailles, St. Germain und Trianon von 1919 verblieben etwa 2,4 Millionen Deutsche im neu entstandenen polnischen Staat, 3,3 Millionen Deutsch-Österreicher verblieben in der neu gegründeten Tschechoslowakei, an die 600.000 in Ungarn, weitere rund 600.000 im neu gegründeten Jugoslawien und 800.000 in Rumänien.

Die Rechte dieser Volksgruppen sollten durch Verträge und durch das Minderheitenschutzsystem des Völkerbundes garantiert werden. Jedoch erwies sich das Sytem als unwirksam, wie die Petition der Volksdeutschen an den Völkerbund in Genf und sogar einige Urteile des Ständigen Internationalen Gerichtshofs in Den Haag belegen. Im Polen der Jahre 1919 bis 1924 nahm die Diskriminierung der Deutschen bereits die Züge einer Vertreibung an. Allein in diesen sechs Jahren sank die Zahl der in Posen, Westpreußen (Pomerellen) und im östlichen Oberschlesien lebenden Deutschen um fast die Hälfte.

So lebten am Vorabend des Zweiten Weltkrieges rund 19 Millionene Deutsche östlich der heutigen Oder-Neiße-Grenze, davon knapp 10 Millionen in den alten deutschen Reichsprovinzen (Ost- und Westpreußen, Niederschlesien, Oberschlesien) sowie Danzig und Memel; 150.000 in den Baltischen Staaten; 3,2 Millionen Sudetendeutsche (etwa 3 Millionen Deutsch-Böhmen und Deutsch-Mähren kamen mit der Eingliederung des Sudetenlandes durch das Münchner Abkommen von 1938 zum Deutschen Reich); 150.000 in der Slowakei, noch 1,2 Millionen in Polen, knapp 600.000 in Ungarn, 800.000 in Rumänien, 600.000 in Jugoslawien und Bulgarien und etwa zweieinhalb Millionen in der ehemaligen Sowjetunion.

Quelle: Alfred-Maurice de Zayas: 50 Thesen zur Vertreibung, London u. München 2008.

Der Völkerbund hätte die Aufgabe gehabt, die Minderheiten nach den 1918 abgeschlossenen Schutzabkommen zu schützen und die Verpflichtungen durchzusetzen, die beide Parteien des Versailler „Abkommens“ darin eingegangen waren. Die einzige Verpflichtung, die die betrügerischen (14 Punkte keineswegs eingehalten!) „Sieger“ des WKI eingegangen waren, betraf die Abrüstung. Im „Vertrag“ hatten die feindseligen Kontrahenden immerhin zugesichert, der fast totalen Abrüstung des Deutschen Reiches würde eine ähnliche Abrüstung der übrigen Großmächte folgen. Im Gegensatz zu den Deutschen haben die übrigen Mächte jedoch massiv AUFGERÜSTET, bis dem 100.000-Mann-Heer des Reiches eine 97-fache, aggressive Übermacht seiner unmittelbaren Nachbarn gegenüber stand (Schulze-Rhonhoff: „Der Krieg, der viele Väter hatte“). Bis 1939 waren viele Aggressionen gegen das Reich oder deutschbesiedelte Gebiete (u.a. Memel) durchgeführt oder geplant worden, etwa die tschechische Mobilmachung 1938, die dreimalige Aufforderung Pilsudskis (1933) an Frankreich zu einem gemeinsamen Krieg gegen Deutschland.

Die Politiker der Weimarer Republik drängten im Völkerbund verzweifelt auf die Einhaltung der Verpflichtungen der Alliierten. Außer endlosen Debatten war nichts zu erreichen! Als Präsident Hindenburg den Wahlsieger Hitler mit der Regierungsbildung beauftragte, gingen die Verhandlungen beim Völkerbund weiter. Die deutsche Seite machte eine Vielzahl von Vorschlägen zu einer allgemeinen Abrüstung, darunter Schutz der Zivilbevölkerung, das Verbot von Gaskrieg, Bombenkrieg, schweren Waffen. Alle deutschen Vorschläge wurden ersatzlos abgewiesen. Die damalige Situation erinnert an die Haltung Israels gegenüber den UNO-Resolutionen und den Friedensvorschlägen der Palästinenser. Zuletzt sah sich Deutschland gezwungen, aus dem Völkerbund auszutreten, da Recht nicht zu erreichen war.

Link zum Film: http://rss-video.net/versailles-der-anfang-vom-ende/

Sie finden den Artikel hier: http://bertjensen.info/versailles-%e2%80%93-der-anfang-vom-ende/

http://bertjensenmails.info/mailman/listinfo/news_bertjensenmails.info

 


Quelle: RSS-Video.net – Verteiler: RSS-Server Netzwerk News@bertjensenmails.info