ASuR: Nach der Demonstration von Studenten in Dublin Irland gegen die Erhöhung der Studiengebühren vergangene Woche, sind am Mittwoch zehntausende Studenten in London aus dem selben Grund auf die Strasse gegangen.

Die Organisatoren sagen, 50’000 Studenten, Lehrpersonen und Unterstützer haben teilgenommen, um gegen die Pläne der Regierung zu demonstrieren, die Studiengebühren an den Universitäten auf 9’000 Pfund (10’500 Euro) pro Jahr zu erhöhen, eine Verdreifachung. Es handelt sich um die grösste Protestkundgebung gegen die massiven Sparmassnahmen der Regierung bisher.

Es kam zu Gewaltausbrüchen mit der Polizei und zu Sachbeschädigungen, als eine kleine Gruppe in das Parteigebäude der Konservativen eingedrungen ist. Als der Protestmarsch am Hauptquartier der Tories vorbei ging, haben einige Demonstranten Fenster eingeschlagen und Feuer aus Plakaten angezündet.

Die Angestellten wurde evakuiert und einige der Demonstranten gelang es ins Erdgeschoss einzudringen, wo sie Möbel herumwarfen, Überwachungskameras zerstörten, Graffiti sprühten und „Toris raus!“ riefen. Die Menge ausserhalb warf Essensreste, Getränkedosen und Plakate gegen die Polizei, welche versuchte die Menge abzudrängen.

„Wir zerstören das Gebäude genau wie sie unsere Chancen für eine höhere Bildung zerstören,“ sagte Corin Parkin, eine Studentin der Londoner City Universität.

Einige schafften es aufs Dach und warfen Wasser und Papier herunter. Die Polizei sagte, acht Personen, Demonstranten und Polizisten, wurden leicht verletzt.

Sie sagten weiter: „Eine Minderheit der Demonstranten wollten das Gebäude beschädigen, während die überwältigende Mehrheit friedlich ihren Standpunkt vertraten.“

Die Organisatoren verurteilten die Gewalt. Sally Hunt, die Generalsekretärin der Studentenunion sagte: „Die Handlungen einer Minderheit aus den 50’000 ist bedauernswert.“

Eine Studentin der Universität Ulster in Coleraine sagte, „Ich bin hier weil es wichtig ist aufzustehen und laut auszurufen. Den Politikern sind wir egal. Sie sollten das Geld von denen nehmen die siebenstellige Einkommen haben, nicht von den Studenten die Mittellos sind.“

Hier sehen wir wieder ein Beispiel, wie die Regierung sich das Geld von denen holt die am wenigsten haben, statt von den Bankstern welche die Finanzkrise verursachten, die zur massiven Staatsverschuldung führte und einschneidende Sparmassnahmen notwendig macht.

Das Ergebnis wird sein, die Universitätsausbildung wird für Studenten aus normalen und armen Verhältnissen unerschwinglich werden und nur noch für die Reichen möglich sein.

Dabei haben die Liberaldemokraten, die Teil der Koalitionsregierung sind, während des Wahlkampfs versprochen, die Gebühren ganz abzuschaffen. Da sieht man wieder wie Politiker ihre Versprechen einhalten, nämlich gar nicht.

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