Kopp Verlag: In Deutschland leben etwa vier Millionen Muslime. Unter ihnen sind auch etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge muslimischen Glaubens. Deutschland ist demnach offen für Menschen und Flüchtlinge muslimischen Glaubens. Sie müssen keine Berufsausbildung haben, keine Qualifikation. Wir haben sie in der Vergangenheit gern aufgenommen. Ganz anders sieht es aus, wenn Flüchtlinge christlichen Glaubens mit hoher beruflicher Qualifikation (Fachkräfte) hier um Asyl und Arbeit bitten. Vor allem, wenn sie aus einem islamischen Land kommen. Ihre Aufnahme könnte aus Sicht unserer Politiker die hier lebenden Muslime verärgern. Und deshalb verweigert man hochqualifizierten Christen lieber den Aufenthalt. Ein erschreckendes Beispiel dafür ist der nachfolgende Fall.Die koptischen Brüder Dr. Seti und Makram S. haben in Ägypten zahlreiche Morddrohungen erhalten. Sie sind Christen, koptische Christen. Ägypten war früher einmal ein christliches Land – bis vor 1.350 Jahren die Muslime kamen. Seither werden Christen in Ägypten immer wieder verfolgt und unterdrückt. Die beiden koptischen Brüder aus der Familie S. haben Mordanschläge überlebt. Und sie schafften es, Ägypten zu verlassen. Sie zählen eigentlich zu den in Deutschland begehrten Fachkräften. In Deutschland ließen sich der Arzt und der Bauingenieur zunächst von Fachanwälten beraten. Da erfuhren sie zu ihrem Erstaunen, dass in Deutschland die meisten Aufenthaltsanträge von koptischen Fachkräften abgelehnt werden. Und zwar weil sie Christen sind. Nach erfolgter Ablehnung würde dann die Rückführung an Ägypten erfolgen. Das aber würde für die Brüder der Familie S. wohl den Tod bedeuten. Denn sie hatten muslimische Straftäter in Ägypten angezeigt. Und das darf man als Christ in Ägypten nicht. 

Von Deutschland flohen die beiden christlichen Fachkräfte weiter nach Schweden. Von dort will man sie wieder nach Deutschland zurückschicken. Und dann weiter nach Ägypten.

Warum sind Dr. Seti und Makram S. aus Ägypten geflohen, um in Deutschland zu arbeiten? Was haben sie getan, das die deutschen Behörden so verärgert? Antwort: Sie haben sich gegen die Diskriminierungen von christlichen Kopten in ihrer Heimat gewehrt. Sie haben Folter und die vielen Morde an Kopten verurteilt. Sie haben sich für die Menschenrechte der Kopten eingesetzt und Strafanzeigen erstattet. Sie haben der ägyptischen Staatsanwaltschaft Dokumente und Beweismaterial vorgelegt, aus denen hervorgeht, welche Politiker und ranghohen Offiziere hinter den Morden an den Kopten in den letzten 35 Jahren standen, bei denen bis zum heutigen Tage nicht einer der Mörder und Unruhestifter verurteilt wurde. Die Morddrohungen nahmen zu, nachdem Dr. S. seine Erkenntnisse in der ägyptischen Presse und auch auf koptischen Webseiten veröffentlichte. Dabei wurden auch einige Machenschaften der radikalislamistischen Moslembrüder entlarvt, etwa wie sie alle Ministerien und Behörden in Ägypten unterwanderten.