Update 3: Das Weisse Haus in der Krise
White House Insider: „Obama hat verloren. Absolut verloren.“
erschienen am 26. Oktober 2010
übersetzt von Dream-soldier

[….] (Die interne Auseinandersetzung zwischen Nordire und dem Insider lasse ich hier mal weg)

Erzähl mir nur etwas über diesen Skandal. (Lehnt sich zurück, kreuzt die Arme vor der Brust. Schaut durch das Fenster – dann zurück zu mir)

Nun gut – Ich werde deine Nase in die richtige Richtung lenken. Da sind genügend Leute, die sowieso in den gleichen Müllhaufen schnüffeln, einschließlich der Times. Obwohl ich vermute, dass sie (Times) es im Moment begraben oder es versuchen. Sie haben immer noch stark in Obama investiert, aber das kann sich schnell ändern … Geh mal zurück nach Chicago (Obama studiert und gearbeitet). Da ist der Schlüssel. Es gibt andere Scheiße um das Weise Haus, andere Dinge, dass ihnen ein Bein stellen kann, aber Chicago ist es, wo der wirklich schwere Hund begraben liegt, was die Administration niederzwingen könnte. Geh zurück und überprüfe Blagojevich. Geh zurück und überprüfe Rezko, Barton, Stern, Giordano, Carothers, Jarret. Es ist ein und dasselbe. Es ist alles miteinander verbunden und es ist eine große Sache. Und die Leute wissen das. Das Weisse Haus – Fluch – selbst über dieses Zeug. Pelosi hat es. Die Clinton haben es – mehr als das, was sie in 2008 hatten.

(Unterbricht) Was meinst du mit „haben es“?

Die Informationen – die Story. Zumindest einiges davon, zumindest genug davon. Es ist immer ein Schachspiel, weißt du. Eine Serie von Zügen. Im Augenblick kriecht das Weisse Haus und weiß nicht mehr, Freund von Feind zu unterscheiden. Die Partei versucht, den Schaden einzudämmen, damit sie sich nicht verbreitet. Kümmer dich nur um Chicago und „worst case“ Obama – aber nicht um die Partei. Und wenn du so zurück auf Chicago schaust, erkennst du das Justizministerium, verbinde die Punkte. Eine Untersuchung wird möglicherweise eine weitere enthüllen. Und es ist alles in Szene gesetzt zu passieren, wenn bei der November-Wahl ein Erdrutschsieg der Repuplikanern passiert. Obama wird ohne Unterstützung zurückgelassen. Sein innerer Kreis ist zu Tode erschrocken. Ich meine, wirklich erschrocken durch die Aussichten über das, was in den kommenden Monaten auf sie zukommen kann. Sie haben Feinde, sowohl bei den Republikanern, als auch bei der Demokratischen Partei. Präsident Obama hat verloren. Absolut verloren.

Also, was ist denn dein Anteil hierbei? Warum kommst du zu mir und beginnst mit dem ganzen Zeug?

Ich habe das bereits beantwortet. Ich liebe meine Partei. Ich liebe mein Land. Und ja, ich liebe das Spiel. Das werde ich nicht mehr länger sein … oder vielleicht doch, wer weiß es? (lacht) Ich hatte bei Präsident Obama so große Hoffnungen. Solche Hoffnungen sind zerplatzt. Es war nicht einfach, das zu erkennen. Im Wahlkampf war der Kumpel wirklich gut, ja brillant. Ich weiß, ich habe dir das bereits erzählt – ich wiederhole mich jetzt. Nun … ich werde emotional, wenn ich an 2008 zurückdenke und wieviel Spass dabei war. Dann dachte ich, wie schnell sich alles in die falsche Richtung entwickelte, wie schnell es begann zu erkennen, wie klein es um diesen Mann bestellt ist. Es hat uns im Moment erwischt und vergiss es, die Konsequenzen einer Wahl eines Jemanden zu berücksichtigen, der einfach für das Amt des Präsidenten nicht vorbereitet war. Wir haben es vermasselt. In gewisser Weise denke ich, dass dieses Interview, zu dem ich bereit bin, ein Weg ist, um … es nachzuholen. Zumindest in einem kleinen Umfang.

Oder vielleicht genießt du es, das Weisse Haus zu bumsen?

Ja natürlich, da ist es. Yeah … schuldig im Sinne der Anklage. Aber es ist viel mehr als das. Ich glaube wirklich, dass sich die Partei selbst von dieser Administration befreien muss. Und ich denke, wir werden es tun. Der November ist ein Beginn in diese Richtung. Eine neue Führung ist im Entstehen. Das Weisse Haus wird ins Abseits gedrängt – vielleicht so sehr, dass es 2012 einen Herausforderer von den Demokraten geben wird.

Die Demokraten von der Administration reinigen? Du glaubst wirklich, dass es um Obamas Weisse Haus so schlimm steht?

Erinnere diese Frage und komm zurück und frag mich später im nächsten Jahr, wenn dieser Skandal schlussendlich an die Oberfläche kommt.

Der Skandal aus Chicago?

Chicago ist Hauptbestandteil – beginnen wird es wahrscheinlich in Washington D.C. – eine Sache wird zu einer anderen führen. Das Justizministerium und dann zurück nach Chicago.

Und was ist, wenn es nicht passiert? Was ist, wenn es keinen Skandal gibt? Was ist, wenn Obama einfach 2012 wiedergewählt wird und eine umfassende und erfolgreiche zweite Amtszeit absolviert?

Ich vermute, dass es eine Möglichkeit ist – aber keine wahrscheinliche. Sie bemühen sich, es so geschehen zu lassen aber nach der November-Wahl verliert das Weisse Haus die Unterstützung. Ich habe bereits hierüber gesprochen, versteh das bitte, ok?

Du redest über den Kongress?

Ja natürlich … ohne den Kongress, ohne die Führerschaft im Kongress, wichtige Anhörungen abzulehnen, ist das Weisse Haus weit mehr gefährdet. Erinnere dich an Lewinsky. Wenn die Demokraten 1994 nicht den Kongress verloren hätten, hätte es keinen Skandal gegeben – zumindest nicht in dem Maße, wie es geschah. Die Demokraten kontrollierten jedoch nicht den Kongress und deshalb konnte der Skandal zugelassen werden – ermutigt durch jene – Fluch – Republikaner, die voran schritten. Das gleiche wie bei Watergate. Die Demokraten im Kongress erlaubten den Skandal, zu wachsen und spannten sich davor. So läuft das halt. Und nun haben wir einen Demokratischen Präsidenten und erkennen, dass er auf einen Republikanischen Kongress schaut und einem wirklich – Fluch – Sturm ins Auge sehen muss.

Du benutzt Watergate als Beispiel. Denkst du wirklich, Obama könnte einem Skandal der Größenordnung von Watergate ins Auge sehen müssen? Ich meine, etwas so großem?

Ja, denke ich. Ich hoffe nicht. Genau das ist es, was im Moment passiert.

Ich versuche, dir ja diesen Bereich hiervon zu erklären, aber vielleicht erledige ich hier meinen Job nicht gut genug. Es gibt jene in der Partei der Demokraten, die sich gegenwärtig aktiv für dieses mögliche Ergebnis vorbereiten und Schutzmaßnahmen aufbauen, um die Partei zu schützen. Lass Obama abstürzen – schütze aber die Partei. Präsident Obama wiederum – zumindest jene, die um ihn herum noch fähig genug sind, um auf diese Weise zu funktionieren, versuchen, die Partei weiterhin in diesem Chaos verstrickt zu halten, um sie zu motivieren, dass Weisse Haus weiterhin zu unterstützen. Genau DAS ist es, was im Moment passiert. Und der Einsatz ist sehr hoch – die Auswirkungen sehr ernst. Deshalb wiederhole ich hier immer wieder, die Gefahr in vollen Zügen zu genießen. Dieses Zeug ist kein Spass. Deshalb komme ich zu dir. Wenn es schlecht läuft und so könnte es laufen, kann ich den Stecker ziehen. Und mach keinen Fehler – ich werde es tun.

Das habe ich verstanden – aber es fällt mir schwer zu glauben, dass über einen Skandal in der Größenordnung nicht in den Medien berichtet wird.

Das stimmt so nicht. Es wurde berichtet, jedoch kleinteilig. Die Story wird bereits draußen sein und wachsen, bevor die Mainstream sie schließlich aufnimmt. Vergiss nicht, die meisten von ihnen wollen das Weisse Haus schützen. Das ist einfach Fakt. Ich weiß das – ich habe direkt mit ihnen während des Wahlkampfs mit ihnen gearbeitet. Aber es beginnt, sich zu verändern – und eventuell sogar durchzubrechen. Die Barbaren haben den Flügel noch nicht durchbrochen, aber nach der Zwischenwahl werden sie es. Schau auf die Demokraten, die den Präsidenten nun offen herausfordern. Jeden Tag tadelt ein anderer den Präsidenten. Es ist unglaublich gefährlich, politisch so zu handeln, es kann eine Karriere zerstören. Frag dich selbst, warum sie dazu bereit sind, es zu tun. Sind sie zu dumm, zu kühn oder irgend etwas anderes?

Keinen Plan …. (kopfschüttel)

Das Thema ist draußen – Präsident Obama hat wirkliche Probleme. Sie mögen nicht die Einzelheiten haben, aber die Geschichte über einen großen Skandal beginnt, innerhalb der Partei zu zirkulieren, in beiden Parteien. Warum sollte jemand seine eigene politische Karriere aufs Spiel setzen und einen Präsidenten unterstützen, der vor solch einem Fiasko steht? Ganz einfach – sie werden es lassen. Auf diese Weise werden wir die Abtrennungen passieren sehen. Die Partei selbst wird beginnen, sich vom Präsidenten zu trennen. Schon mal diese natürlichen Programme gesehen, wo die Herde sich nicht mehr bei den Kranken aufhält? Schau dir diese arme kranke Antilope an oder was auch immer, die alleine steht und wenn sie versucht, zurück zur Herde zu gelangen, rennt sie weg. Wenn sie müsste, würde sie die Kranke sogar angreifen. Genauso passiert es in der Politik. Wenn du wirklich Ärger hast, wenden sich die anderen ab. Genau das passiert im Moment mit dem Präsidenten.

(Lange Pause)

Und die Löwen beginnen, sich zu versammeln …
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