2012spirit: Liebe Freunde des Lichts,
dass die Welt immer verrückter wird und wir eigentlich tagtäglich mit tiefgreifenden Veränderungen und dem Höhepunkt der Systemkrise rechnen, geht uns hier wohl allen so. Es ist ja immer so in der Geschichte der Menschheit gewesen, dass erst handfeste Krisen und der Niedergang ganzer Kulturen zu etwas Neuem, zu einem Anfang, verholfen haben. So wird es auch dieses Mal sein und man hört oder sieht mal da ein kleines Puzzleteil, mal dort, dass darauf hinweisen könnte.

Bei den Bürgerprotesten gegen Stuttgart 21 lehnen sich Menschen aus diversen gesellschaftlichen Schichten gegen die Willkür der Politik und Wirtschaft auf, in Frankreich herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände wegen der Rentenanhebung um zwei Jahre. Auch in Großbritannien bleibt abzuwarten, wie die Menschen unter Federführung der Gewerkschaften mit den milliardenschweren Sparmaßnahmen umgehen werden. Immer öfter warnen Politiker von einem drohenden Währungskrieg und dem Zerfall der EU, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war. Mit anderen Worten: in den westlichen Industrienationen brennt es an allen Ecken und Enden lichterloh und überall geht es nur ums Geld. Die einen haben zuviel, die anderen haben zu wenig. Und die Regierungen sind Untertanen derjenigen, die zuviel haben (der Banken und einiger weniger Menschen auf Welt).

Langsam wachen die Menschen allerdings auf und geben sich nicht mehr mit den Entscheidungen ihrer Regierungen zufrieden, sondern hinterfragen, diskutieren, machen sich Gedanken und bilden Opposition. Es ist auch ein Hinweis darauf, dass sich das Volk vom herrschenden Geld-dominierten Gesellschaftssystem verraten fühlt. Zwar nehmen die meisten Menschen es immer noch hin, dass es halt so ist, wie es ist, aber den Traum nach einem bescheidenen, dafür aber zufriedenen Leben haben immer mehr Menschen. Um etwas zu verändern, müsste man nur ein einziges System verändern, dann würde sich sprichwörtlich die Welt verändern: Das Geldsystem. Ich habe bereits einige Artikel darüber geschrieben und möchte an dieser Stelle noch einmal kurz das Willi Weise Projekt in Erinnerung rufen, bei dem es darum geht, dass Geld dem natürlichen Alterungsprozess unterliegen sollte, wie alles auf der Welt. Nur dann kann ein gerechter Umgang mit dem Tauschmittel Geld erreicht werden. Solange es Banken und Institutionen gibt, die Geld gegen Zinsen verleihen und dadurch Schuldner geboren werden, ist das System zum Scheitern verurteilt und genau dieser Endungsprozess ist derzeit schleichend in Gange. Da der Prozess ums Geld in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren eine ungeheuere Dynamik erfahren hat, macht es den Menschen zunehmend zu schaffen. Heute habe ich gelesen, dass 19 Professoren und Klinikchefs in einem dramatischen Aufruf davor warnen, dass die Kosten und Folgen psychosozialer Krisen in unserer Gesellschaft nicht mehr beherrschbar sind.

Die Fachleute aus den Bereichen Psychologie und Psychosomatik haben die Seelenlage der Nation analysiert und stellten fest: Mittlerweile leiden rund 30 Prozent der Bevölkerung innerhalb eines Jahres an einer diagnostizierbaren psychischen Störung. Am häufigsten treten Depressionen, Angststörungen, psychosomatische Erkrankungen und Suchterkrankungen auf.

Die wirtschaftlichen Behandlungskosten solcher Seelenkrisen stiegen in Deutschland 2008 auf 28,6 Milliarden Euro, berichtet FOCUS unter Berufung auf neue Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und des Robert-Koch-Instituts. 2008 seien 763.000 Erwerbstätigenjahre durch psychische und Verhaltensstörungen ausgefallen. Die Deutsche Rentenversicherung registrierte 2009 64.000 Neuzugänge in die Rente wegen psychischer Erkrankungen, ein neuer Rekord. Diese Folgen betreffen laut den Experten alle entwickelten Industrieländer in ähnlicher Weise.

Die drei Initiatoren Joachim Galuska, Ärztlicher Direktor der Psychosomatischen Kliniken Bad Kissingen, Thomas Loew, Universitätsprofessor für Psychosomatische Medizin in Regensburg, sowie Johannes Vogler, Chefarzt der Klinik Isny-Neutrauchburg, rufen im Nachrichtenmagazin FOCUS alle Mitbürger auf, sich an einer Diskussion zur Lösung des Problems zu beteiligen. Eine adäquate Behandlung der Patienten sei nicht mehr möglich, selbst mit hohen zusätzlichen Geldsummen. Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater müssten drei bis fünf Mal mehr Patienten behandeln, als sie können. „Seelenfrieden lässt sich nicht erkaufen“, so die Professoren und Klinikchefs. „Deshalb müssen wir dringend über diesen Befund reden. Jetzt.“ Quelle: mmnews

Seelefrieden lässt sich nicht erkaufen! Wie wahr…
Ich finde auch, dass es Zeit wird, über diese Erkrankungen und vor allem über dessen Ursachen zu reden. Krank sind nicht die vielen Seelen, sondern unser System. Unser System muss geheilt werden! Um dahinter zu kommen, warum so viele Menschen unter psychischen Erkrankungen leiden, bedarf es nicht unbedingt Professoren. Zu offensichtlich ist es, dass die meisten dieser Erkrankungen davon kommen, dass wir einem immensen Leistungsdruck bei der Ausübung unserer Berufe ausgesetzt sind. Hinzu kommt, dass wir mental oft so eingespannt sind, dass wir in unserer Freizeit nicht abschalten können und der Beruf uns so „nachgeht“, dass es manchmal schwer fällt, die familiären Pflichten, die man uns nebenbei abverlangt, zu übernehmen. Egozentrische Kollegen machen uns zusätzlich zu schaffen. Ohne gute Leistungen im Job ist unser Arbeitsplatz gefährdet, was zu Existenzängsten und Angst vor dem gesellschaftlichen und finanziellen Absturz in Hartz IV führt. In vielen Betrieben wird häufig -mal mehr, mal weniger- Druck auf die Arbeitnehmer ausgeübt, der schwer auf den Schultern lastet.

Unser Geld- und Wirtschaftssystem basiert auf Steigerungsraten. Wenn es keine Steigerungsraten gibt, dann bricht es in sich zusammen, weil dann die Zinsen nicht mehr zurückgezahlt werden können. Man sieht es bereits in jedem kleinen und mittelständischen Unternehmen, wenn Budgets erstellt werden. Die Geschäftsleitungen wollen immer mehr und immer mehr. Wenn im alten Geschäftsjahr eine Steigerungsrate von 5% erreicht werden konnte, so müssen es im kommenden Jahr z.B. 8% sein. Abgesehen vom Markt, der dieses Potenzial erst einmal hergeben muss, hängt es an den Arbeitnehmern, die Mehrarbeit, die damit verbunden ist, zu schultern. Deshalb wird noch lange nicht zusätzliches Personal eingestellt, denn man weiß ja nicht wie sich die Wirtschaft weiterentwickelt. Es wird von den Angestellten und Arbeitern eines Unternehmens verlangt, diese Ziele zu erreichen und Mehrarbeit dankend in Kauf zu nehmen, schließlich muss man froh sein, einen Job zu haben. Wegen mehr Arbeit mehr Gehalt zu bekommen ist meist Fehlanzeige. Von einem gesunden und gerechten Verhältnis zwischen dieser erhöhten Leistungsbereitschaft inklusive Fachwissen durch immer mehr notwendige Computerprogramme, Vorschriften und Regeln und einer fairen Bezahlung der Arbeitsleitung der Menschen kann schon lange nicht mehr gesprochen werden. Und die Unzufriedenheit und der Leistungsdruck macht die Menschen psychisch krank und unfähig, etwas dagegen zu unternehmen.

Doch alleine der Gedanke eines jeden Einzelnen, der eine klare Sicht auf die Dinge zulässt, bewirkt schon einen kleinen Veränderungsprozess, der zwar noch nicht sichtbar, dafür spürbar ist. In der Summe könnte in ein paar Jahren die bessere Welt stehen, die sich jeder von uns wünscht

Quelle: http://www.2012spirit.de/2010/10/systemkrise-verursacht-psychische-erkrankungen/
Oktober 24, 2010 Von: Alexisorbas Kategorie: Systemkrise