Nigerianische Präsidentschaftswahlen 2011
Der nigerianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivist Nnimmo Bassey spricht mit Khadija Sharife von The Africa Report über die anstehenden Wahlen in Nigeria, die Aussicht auf politische Veränderungen und ob Nigeria denselben Weg wie Nordafrika gehen wird.

Die Silhouetten von Menschen im Schein einer Gasflamme, die nahe der Gemeinde Akala-Olu im nigerianischen Bundesstaat Rivers brennt, 31. Januar 2008. Seit vielen Jahren beklagen sich die Bewohner im Nigerdelta, dass die Gasabfackelung ihre Lebensqualität schwer beeinträchtigt und ihre Gesundheit gefährdet.

KHADIJA SHARIFE: Werden die Aufstände in Ägypten und Tunesien eine ähnliche Bewegung in Nigeria auslösen?

NNIMMO BASSEY: Die Nigerianer sind gerade mit großem Eifer dabei, sich für die anstehende Wahl registrieren zu lassen. Damit zeigen sie ihren Wunsch nach Veränderung, und sie möchten, dass ihr Recht, ihren Führer zu wählen, respektiert wird. Die Leute mussten schon um vier Uhr morgens zu den Registrierungszentren gehen, um sicherzustellen, dass sie früh genug an die Reihe kamen. Wenn die politische Elite die kommende Wahl im April durch Wahlbetrug, Gewalt und den Diebstahl oder die Manipulation von Wahlurnen ruiniert, dann wird meines Erachtens hier genau das passieren, wovor uns die Wüste bisher abgeschirmt zu haben scheint. Die von den Volksaufständen in Tunesien und Ägypten freigesetzte Energie wird sich dann auch hier ausbreiten. Darüber besteht kein Zweifel. Mehr