HG/20min.ch: «Der Euro ist längerfristig kaum haltbar»
von Gérard Moinat – Laut Ökonomen steht das Ende des Euro bevor. Eine Zerschlagung der Währungsunion ist möglich, auch ohne Run auf die Banken.

Politische Unruhen oder gar Kriegsszenarien müsse es dabei nicht geben. Der Euro könne problemlos zerschlagen werden, indem die staatlichen Schulden in die neue Währung getauscht würden, ist Föllmi überzeugt. Die Vermögen der Privaten müssten dann aber vorerst in Euro weiterbestehen. «So kann ein Bankenansturm verhindert werden.»

Der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann ist sogar überzeugt, dass derartige Zerschlagungspläne bereits existieren. «Es traut sich nur niemand, öffentlich darüber zu reden, weil ein Währungswechsel im Überraschungsmoment geschehen muss», glaubt er.

Deutschland hat es im Mai ja versucht. Es war “politisch” nicht möglich. Jede solche “Änderung” muss geheim vorbereitet und dann überraschend umgesetzt werden – daher nennt man sie auch Währungsreform. (WE)

About these ads